Die Montage Teil 2

Der weitere Verlauf der Montage sollte allerdings in absolutem Stress enden. Da der Termindruck ja nun auf uns lastete, zählte jede Schraube, die am Blech landete.

 

Lieber 3 Tage früher fertig, als auf den letzten Drücker. Gerade jetzt ging es um die Details und die möglichst perfekte Endverarbeitung.

 

Am 3. Juli ist Abnahmetermin bei der Dekra. Bis dahin muss einfach alles fertig sein.

 

Wir kämpften uns mühselig voran. Scheibengummis rein, Scheiben rein, Türen dran, Kurbelautomaten, Schlösser, Griffe, Kofferklappe, Motorhaube und so weiter. All dies sind Dinge, die man nicht einfach nur mal anschraubt, nein die müssen sitzen.

 

Mittlerweile hatte ich es mir mit Stefan zur Abendgestaltung gemacht zu schrauben, was das Zeug hält. Tatkräftige Unterstützung bekamen wir dann von Kristin, Michel, Jens, Werner und Franzi. Die alle waren bei bestimmten Abschnitten vonnöten. Unsere Franzi zeigte sich äußerst talentiert beim Einziehen der Profilgummis am Fensterrahmen. Jens, der bei Opel arbeitet, hat eh den nötigen Durchblick, und Kristin wurde mal kurzerhand als neuer Azubi missbraucht. Sie lernte sehr schnell und baute mit Stefan Stoßstangen und andere Teile an.

 

Dann verbrauchte ich ca. 3 Liter Profilkleber, um die ganzen Lederdetails an die Säulen und Sichtteile zu verkleben.

Der Himmel war zu diesem Zeitpunkt schon drin. Das wird aber ein Extrathema.

Als es um die Scheiben ging, tauchte auf einmal Werner auf und holte aus irgendeiner Ecke eine Frontscheibe mit Scheibenantenne. Das war ja der Hammer. Somit lösten wir das Problem mit der Antenne ganz einfach. 

 

Dann kam noch ein großer Einsatz.

Es hieß für uns: Spaltmaße der Blechteile ausrichten. Dafür war kein Team besser geeignet als Alex und Stefan. Die Jungs mit dem Finger fürs Feine.

 

18 Arbeitsstunden später waren sie mit dem Ergebnis recht zufrieden. Die Türen waren ständig ab und dran und ab und dran. Alex sprang auf den Kotflügeln rum, dass es mir den Magen bei diesem Anblick umdrehte. Stefan musste ja irgendwie die Schrauben in die Löcher bekommen. Es war zwar schonmal alles ausgerichtet, aber durch einen zwischenzeitlichen Tausch eines Kotflügels passte der nicht so millimetergenau wie geplant. Ich dachte nur immer „DER ARME LACK“, aber die Jungs „sind es halt“, alles blieb heil und sah zum Schluss richtig gut aus.

 

Das erste Mal betrachteten wir den Wagen komplett in der Sonne und ohne Schutzfolien.

Dann kamen noch der Kantenschutz, Schalter, Spiegel, Sonnenblenden, Kennzeichenhalter und so weiter an das Auto.

 

In einer letzten großen Tagesaktion machte ich mich mit Stefan an das Fahrgestell. Es hieß nach und nach alle Schrauben, Muttern usw. nachziehen, prüfen und versplinten. Da, wo ich dachte, ich hätte es festgezogen, da hat Stefan noch drei Umdrehungen nachgelegt. Aber dafür war ja dieser Einsatz auch gut. Das einzigste Problem, das wir dabei feststellten, sollte auch unsere erste Reparatur werden, bevor wir jemals richtig auf der Straße waren.

 

Eine Achsmanschette war gerissen und ehe wir da das Gummi wechseln, tauschten wir einfach den ganzen Antrieb. Zusätzlich baute Stefan nochmal die Lenksäule mit Schaltgestänge aus, da irgendwas viel zu schwergängig war. 

 

Einen Tag später war der Micha gefragt. Er bekam einen Pinsel und durfte die Radkästen mit Elaskon Unterbodenschutz schwarz streichen. (Eigentlich schade, weil es in Weiß so gut aussah, aber es hilft nix Steinschläge machen Rost und Rost ist nicht gut.)

 

Unbewusst machten wir sogar noch einmal einen Verwindungstest, beim Anheben mit dem Wagenheber, hob sich echt die gesamte Seite des Wagens, so dass man mit einem Wagenheber hinten und vorne gleichzeitig auf einer Seite die Räder wechseln kann. 

Es knackte nix und die Verwindung sah sehr gut aus. Bis auf die Türrahmen konnte man gar nichts weiter sehen.

Die Scheiben haben wir vor dem Einbau schon mit schwarzer Sonnenschutzfolie von Matthias Wagner von der Firma W&S Design bekleben lassen. Die sind absolute Spezialisten, wenn es um Beschriftungen und Folien geht.

Die Montage war beendet und der Innenausbau konnte beginnen.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Enrico Martin